Etwa
80% der älteren Menschen in Kliniken und Pflegeheimen sind mangelernährt. Dies
muss nicht sein.
Mit einem ausgewogenen Speiseplan lässt sich eine bedarfsgerechte Ernährung
auch bei älteren Menschen gewährleisten.
Wie
sollte die Ernährung im Alter aussehen?
Die
Ernährung von älteren Menschen sollte regelmäßig und abwechslungsreich sein.
4 bis 6 appetitliche Mahlzeiten am Tag und reichlich Getränke sind ideal.
Täglich
sollten 30 bis 35 Kilokalorien pro kg Körpergewicht zugeführt werden.
Bei einem Körpergewicht von 70 kg entspricht dies einer Energiezufuhr von 2100
bis 2450 Kilokalorien.
Wichtig dabei: Der Bedarf an Eiweiß und Vitaminen steigt.
Was
soll wie oft auf den Speiseplan?
Um
den Bedarf an Energie, Eiweiß und Vitaminen zu decken, sollte der Speiseplan
so aussehen:
- täglich 3 bis 4 Scheiben
Brot (entspricht 150 bis 200 g) oder 2 bis 3 Brötchen
- täglich 2 Teile Obst
- täglich 1 großer
frischer Salat
- täglich 1 große Portion
Gemüse
- täglich 1 große Portion
Kartoffeln, Reis oder Nudeln
- täglich Milchprodukte
(mindestens 2 Scheiben Käse und 1 Becher Joghurt oder
Milch)
- täglich 1 Esslöffel
Salatöl (beispielsweise Oliven- oder Rapsöl)
-
täglich 1 Esslöffel Zubereitungsöl (z. B. Sonnenblumen- oder Maiskeim öl)
-
täglich 1 Esslöffel Butter und 1 Esslöffel Diät- oder Reformmargarine
-
2-mal wöchentlich Seefisch
- 2- bis 3-mal wöchentlich
ein gut durchgegartes Hühnerei
- 2- bis 4-mal wöchentlich
Fleisch oder Geflügel, pro Woche 2 bis 3 Scheiben Wurst
- wenig Süßigkeiten
- kein bis moderater
Alkoholkonsum
- täglich 4 Tassen Tee, 1
Glas Gemüsesaft, 1 Glas Obstsaft und 4 Gläser
Mineralwasser .
Pürierte Kost bei Kau- und Schluckstörungen
Wenn Kau- und Schluckstörungen die
Nahrungsaufnahme erschweren, sind
angedickte oder breiartige Speisen und Getränke wichtig.
Faserreiche Gemüsesorten und Fleisch bereiten den Betroffenen größte
Schwierigkeiten. Sie sind auch nur schwer zu einer gut schluckfähigen
Masse zu verarbeiten. Eine Alternative bieten Instant- oder Fertigprodukte.
Bilanzierte Trink- und Zusatznahrung
Ist eine ausreichende Ernährung durch normale Mahlzeiten nicht mehr möglich, sollte mit bilanzierter Trink- und Zusatznahrung ergänzt werden. Mittlerweile stehen eine Vielzahl von bedarfsdeckenden bilanzierten Nahrungen zur Verfügung, die je nach Krankheitsbild oder zusätzlichem Nährstoffbedarf eingesetzt werden können.